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Borderline - ein Leben am Limit.

Die Persönlichkeitsstörung Borderline ist ein sehr umfangreiches Thema, da sie sich in vielen Arten äußern und völlig unterschiedlich von Person zu Person sein kann. Im Anhang habe ich zwei Screenshots zugefügt, die eine meiner Meinung nach gute Definition der Borderline darstellen. Die Borderline macht einem das Leben richtig schwer, selbst wenn man weiß dass man daran leidet und sich ein wenig damit auskennt. Eine psychologische Behandlung ist unbedingt notwendig, es treibt einen sonst Stück für Stück in den Wahnsinn. Es ist, als würde die Borderline die Kontrolle über dein Gehirn übernehmen, dich steuern wie eine Marionette. Du kannst nichts dagegen tun, dich nicht dagegen wehren, selbst wenn du weißt, dass das was du grade tust nicht du selbst bist. "Nicht du selbst bist" ist eine gefährliche Artikulation für einen Borderliner. Die Krankheit ist oft verbunden mit Depressionen, Psychosen oder Schizophrenie. Es ist, als würde sie dich zerspalten, zerteilen. Hierfür wird oft als Verdeutlichung das Bild von "Gutes Ich / Böses Ich" verwendet. Die "gute" Seite versucht zu beschützen, Wunden zu küssen und liebevoll behütend zu sein. Die "böse" Seite ist verschwörerisch, kriminell, manipulativ und aggressiv. Oft wird auch die Krankheit selbst als die "böse" Seite betrachtet, was zu Angst vor sich selbst führt. Man verliert das bekannte Bild von sich, erkennt sich selbst nicht wieder weil man das Gefühl hat, man hat sich völlig verändert und es wäre ein anderer Mensch in demselben Körper. Man kann sich nicht mehr einschätzen, fragt sich, was man wohl als nächstes anstellen wird. Die eigenen Grenzen kommen näher, man wird eingeschränkt. Eingesperrt. Von sich selbst. Wenn man die Grenze einmal erreicht hat, spürt man ihre Präsenz deutlich. Man spürt, wie der Körper und die Psyche fast am Maximum angekommen sind. Und dann bricht es aus einem raus. Oft äußert sich das in Wutanfällen oder krampfhaften Weinanfällen. Aber nicht in normalem Maße, die Explosion der Emotionen sind so intensiv wie sonst kein anderes Gefühl. Das Muster der Borderline finde ich auch interessant. Die Krankheit ist hinterlistig. Im fortgeschrittenen Status äußert sie sich im Verlauf wie eine bipolare Persönlichkeitsstörung. Eine Weile scheint man stabil zu sein, ich nenne es die Ruhephase. Emotional ist man zwar immer noch nicht stark belastbar, aber die Elastizität der Grenze und der Stabilität erweitern sich, das Lasso wird lockerer. Dann beginnen die negativen Emotionsverstärkungen. Kleinigkeiten nehmen apokalyptische Ausmaße an, die Emotionen kommen in heftigen Wellen die einen überrollen und mitreißen. Hier suchen sich viele ein Ventil, mithilfe dessen sie ein Wenig des Drucks los werden können. Hier greifen die meisten zur Selbstverletzung, aber auch Gewalt an andere und Drogenexzesse sind gebräuchlich. Fakt ist: Die Borderline ist eine ernstzunehmende Krankheit, die einen innerlich zerfrisst und einem all seine Kraft abverlangt. Sie sollte unbedingt behandelt werden. Wenn man an der Krankheit leidet, ist niemand böse wenn man sich Hilfe sucht. Im Gegenteil: Oft stößt man auf Verständnis und Unterstützung wenn man ehrlich und offen damit umgeht.
20.5.15 19:45
 


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